FC Basel: Neuer Besitzer nennt Bayern als Vorbild

Bernhard Burgener ist der neue Besitzer des FC Basel. Auf der Mitgliederversammlung votierten 1893 Mitglieder für den Verkauf der AG an den Unternehmer, nur 229 stimmten gegen ihn. Sein Vereinskonzept mit dem Titel „Für immer RotBlau“ überzeugte die Anwesenden. Kleine Worte wählte Burgener dabei keinesfalls – kein geringerer Verein als der FC Bayern München sei das Vorbild für sein Handeln, erklärte er.

Burgener: Leute aus der Region und dem Geschäft sollen Klub führen
Sportlich ist Basel in der Schweiz zwar das Maß der Dinge, doch auf Augenhöhe mit den Bayern – einem ständigen Mitfavoriten in der Champions League – wird der FCB wohl nicht so schnell kommen. Das weiß auch Burgener. Es ist die Art der Klubführung des deutschen Rekordmeisters, die dem neuen Basel-Besitzer imponiert. Dort würden mit Leuten wie Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß Leute aus der Region und aus dem Business den Verein führen. Dies sei wichtig und genau richtig. Das wolle er für Basel auch: Marco Streller wird deshalb Sportchef, Alex Frei zweiter Stratege (neben dem Besitzer selbst), außerdem übernimmt Massimo Ceccaroni die Nachwuchsabteilung.

Burgener wird sein Geld schnell zurückhaben
Auch die Philosophie der Bayern, nie mehr auszugeben als man einnimmt, hält Burgener, der über sich selbst sagt, er sei Unternehmer und kein Investor, für nachahmenswert. Dies hat seinen Grund: Die Hälfte des Gewinns einer jeder Saison wird künftig an die Aktionäre ausgeschüttet – und der neue Besitzer hält 90 Prozent der Anteile. Er kassiert in der Folge fast alles. Für die nächste Saison kalkuliert Basel mit einem Gewinn von 10 Millionen Franken. Burgener kassiert in der Folge fast 5 Millionen. Er hat geschätzte 20 Millionen Franken für die Anteile ausgegeben. Innerhalb von 5 Jahren dürfte er bei dem Tempo also in der Gewinnzone sein.