Nati: Spieler entschuldigen sich für Doppeladler bei WM

Eigentlich hat die Schweiz keine schlechte WM 2018 gespielt. In Russland überstand die Nati immerhin die Gruppenphase und bewies sich dabei beispielsweise gegen Brasilien. Allerdings überschattete der Doppeladler von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri diesen positiven Befund. Die Spieler feierten ihr Tor und erinnerten dabei an ihre albanischen Wurzeln. Das kam in der Schweiz nicht eben gut an. Die Verantwortlichen der Nati haben deshalb versucht, mit einer einzigartigen PR-Aktion Wiedergutmachung zu leisten. Die ganze Mannschaft trat zu einem Pressetermin an. Die handelnden Personen entschuldigten sich. Allerdings griff Shaqiri mit seiner Wortwahl doch deutlich daneben.

Die Entschuldigungen von Xhaka und Lichtsteiner
Fehlerlos meisterten Xhaka und Lichtsteiner die (eigentlich auch nicht sonderlich schwierige) Aufgabe der Entschuldigung. Der Mittelfeldspieler des FC Arsenal erklärte, er wäre blöd, wenn er so einen Jubel noch einmal machen würde. Es werde nicht mehr geschehen. Lichtsteiner, Kapitän des Teams, pflichtete dem bei und fügte an, er wolle sich bei jedem entschuldigen, der sich durch die Aktion auf die Füße getreten gefühlt habe.

Shaqiris schlechter Witz geht schief
Shaqiri auf der anderen Seite nimmt den Vorgang bis heute nicht sonderlich ernst und/ oder versteht ihn immer noch nicht. Natürlich entschuldige er sich, so der Außenstürmer, falls sich Menschen durch den Jubel angegriffen gefühlt hätten, „die das Spiel in den Bergen schauten.“ Man kann diese Aussage als arrogant, höhnisch und herablassend empfinden. Und man muss in den Medien nicht lange suchen, bis man eine solche Interpretation findet. In der „Blick“ heißt es so als Antwort auf Shaqiri, dass die Schweiz ein Land der Berge sei. Dies mache aber noch nicht aus jedem Schweizer einen „kleingeistigen, ewiggestrigen und verblendeten Nationalisten!“ Statt das Thema abzuschließen, hat Shaqiri es so wieder scharf gemacht.